Türkischer Pop: Müzik cok güzel, bu nedir?*

Stadtleben | Karin Cerny | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Die Geburtsstunde des türkischen Pop liegt irgendwo in der Mitte der Achtzigerjahre: Damals wurde damit begonnen, westliche Tanzrhythmen mit türkisch-orientalischen Musikelementen und Texten zu fusionieren. Zuvor hat man westliche Hits lediglich ins Türkische übersetzt und nachgesungen. Unterstützung fand der neue Musikboom durch das Aufkommen des Privatfernsehens. Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger war Arabesk sehr populär. Arabesk, das war eigentlich die Musik der entwurzelten Klassen, jene, die nicht mehr wissen, wohin sie gehören. Eine Musik, die Identitätskonflikte ausdrückt: Todtraurige und einfache Lieder, die davon handeln, dass man liebt, aber nicht geliebt wird, die fragen, warum man arm geboren wurde und wie lange man das alles noch aushalten wird, warum einem Gott das antut. In letzter Zeit wird Arabesk verstärkt wiederentdeckt und mit Pop kombiniert.

Spricht man von türkischer Popmusik, dann kommt man an Sezen Aksu nicht vorbei. Sie gilt als die Mutter des


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