Yasemin, Kosnar und Buben

Sport. Türkischer Fußball hat Saison. Nicht nur im Europacup, sondern auch in der Wiener Unterliga. Seit zwei Jahren trainiert der türkische Klub Fenerbahce Wien. Der Trainer ist ein Österreicher.

Stadtleben | Helmut Neundlinger | aus FALTER 23/00 vom 07.06.2000

Am Aunfaung hob i vier, fünf Leid im Training ghobd, und de san zu schbed kumma. Do hod si vü gändad." Wilhelm Kosnar sitzt in der Kantine des ASKÖ Schmelz und wartet auf seine Spieler. Er ist Bankbeamter und seit zwei Jahren Trainer einer Fußballmannschaft in der untersten Wiener Spielklasse. Sein Team heißt Fenerbahce Wien, benannt nach Fenerbahce Istanbul, der reichsten türkischen Mannschaft. Außer dem Wiener Kosnar und dem kosovarischen Tormann sind vom Präsidenten bis zum Masseur alle Klubmitglieder türkischer Abstammung. Am Anfang stand eine sportliche und finanzielle Konkursmasse mit dem Namen "Wiener Türkischer SV". Im ersten Jahr nach der Übernahme durch Yasemin und Kosnar verpasste Fenerbahce den Aufstieg um einen Punkt, heuer braucht die Mannschaft drei Runden vor Schluss noch einen Sieg, um Meister zu werden.

Fenerbahce Wien ist nicht nur ein Fußballklub, sondern eine Art Familienbetrieb mitten im Erfolg versprechenden Modernisierungsschub. "Wir wollen einen Vorzeigeklub,


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