Zivile Ziele

Kriegsführung. amnesty international und Human Rights Watch werfen der NATO Völkerrechtsverletzungen im Jugoslawien-Krieg vor.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

In seiner luziden Vorschau auf das 21. Jahrhundert zeichnet der britische Historiker Eric Hobsbawm den Kosovofeldzug der NATO als Wendepunkt in der internationalen Kriegsführung. Die moderne Militärtechnik habe auf dem Balkan "eine wesentlich präzisere und selektivere Zerstörungskraft" gezeigt: "Intelligente Bomben können bestimmte Ziele auswählen und andere vermeiden", urteilt Hobsbawm in seinem auf Deutsch unter dem Titel "Das Gesicht des 21. Jahrhunderts" erschienenen Gespräch mit dem italienischen Journalisten Antonio Polito. Die Folge sei, dass einerseits die im 20. Jahrhundert verloren gegangene Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten wiederhergestellt und die Befürchtung widerlegt sei, Kriege müßten immer blutiger und zerstörerischer werden, dass Kriege aber auchimmer häufiger werden könnten. "Wenn Sie überzeugt sind, dass Sie exakt auswählen können, was Sie zerstören wollen, dann geraten Sie in Versuchung, Ihre Probleme durch Bombardierungen zu

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