Parade & Widerstand

Regenbogenparade. Die kommenden Samstag zum fünften Mal stattfindende Regenbogenparade ist ein Statement gegen die kulturelle Homogenisierung Österreichs.

Matti Bunzl | Vorwort | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Ohne Zweifel findet die heurige Regenbogenparade unter besonderen Vorzeichen statt. Wollen die Queers dieses Landes ein besonders lautstarkes Zeichen setzen, oder lassen sich einige in die Paranoia längst überwunden geglaubter Zeiten zurückschrecken? Ist die diesjährige Parade überhaupt nur als Widerstand gegen die schwarz-blaue Regierung zu verstehen?

Gleich wie sich Lesben, Schwule, Bis, Transgenders und Gut-Heten kommenden Samstag verhalten, die Bedeutung der Regenbogenparade lässt sich nicht auf die politischen Umstände des Jahres 2000 reduzieren. Denn eines hat diese Veranstaltung in den letzten Jahren zementiert: die unumstößliche Etablierung von Österreichs Queers im öffentlichen Raum. Was das bedeutet, lässt sich nur in Bezug auf die historische Dimension der Regenbogenparade benennen. In diesem längerfristigen Kontext erscheint die diesjährige Parade nämlich nicht annähernd nur als Teil eines flüchtigen Widerstands gegen die schwarz-blaue Regierung, sondern als

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