Schlagbaum rauf

Ausländer. Inder als Informatiker, Koreaner als Biotechniker, Russen als Internetspezialisten - Österreichs Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte, eine neue Einwanderungswelle ist im Anrollen. Die Politik setzt dennoch auf Restriktion. Nicht mehr lange.

Politik | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Eigentlich müsste sie jeder Arbeitgeber mit offenen Armen aufnehmen: Sie legen Hunderte Kilometer zurück, um an ihre Arbeitsplätze zu gelangen. Dabei nehmen sie nicht nur beträchtliche Gefahren, sondern auch erhebliche Kosten auf sich. Bei der Auswahl von Tätigkeit und Arbeitsort sind sie nicht wählerisch, überflüssige Sentimentalitäten wie Heimweh und Sehnsucht nach der Familie werden verdrängt. Wahre Vorbilder an Mobilität und Flexibilität. Unternehmerherz, was willst du mehr?

Trotzdem will sie keiner. Wer auch immer in den letzten Jahren an der Grenze auftauchte, um in Österreich zu arbeiten, wurde stets mit derselben Reaktion empfangen: Schlagbaum runter. "Nicht noch mehr Ausländer auf den Arbeitsmarkt", versichert jede Regierung gebetsmühlenartig. Die Gewerkschaft wacht mit Argusaugen darüber, dass Beschäftigungsbewilligungen für Ausländer knapp gehalten werden. 60.000 Zuwanderer, die bereits im Land sind, warten immer noch auf die Lizenz zum Arbeiten. Innenminister


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