Fernsehen

Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Wie inszeniert man drei Autisten? Wie bringt man Regung in die Gefühle Verschlossener? Vor diesem regietechnischen Scherbenhaufen saßen die Macher von "Bigbrassa" nahezu eine ganze öde Woche lang. Immerhin handelte es sich um nichts Geringeres als "die Woche", das große "Big-Brother"-Finale. Seit der fahrlässigen Krida der Sendung, dem Rausflug der dachdeckenden Blondine Sabrina wollte nie wieder so etwas wie Spannung aufkommen. "Wissen Kompakt"-Experte Jürgen kühlte ohne Reibung an seiner kölschen Zwillingsschwester "Bella" zum öden Durchschnittsheini ab. Das gewichthebende Tattoogesamtkunstwerk "Schonn" verbrachte seine finale Woche im Container mit stummen Bastelarbeiten, und "Mokka-Näschen" Andrea, der wir schon aus feministischen Gründen den Sieg wünschten, erstarrte zur halbindischen Ölgötzin. Ein bisschen Pep kam erst wieder auf, als wir den Dreien beim Anschauen des Untergangsdramas "Titanic" zuschauen durften. Wir sind ja bescheiden geworden.


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