Kommentar: Franz Morak: Marktliberal statt liberal

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Nimmt man den desaströsen Start seines Vorgängers Peter Wittmann zum Vergleich, erweisen sich die Reaktionen der Medien gegenüber dem neuen Kunststaatssekretär bislang eher als milde bis mäßig interessiert. Damit ist über etwaige Unterschiede hinsichtlich der Qualifikation oder der Programmatik von Franz Morak und Wittmann noch nichts gesagt. Auch gibt es zwischen einzelnen Institutionen des kulturellen Feldes und dem Kunststaatssekretär ganz erhebliche Spannungen, selbst wenn diese eben nicht immer so offen und öffentlich artikuliert werden wie im Falle des Wiener Literaturhauses.

Schon durch den langwierigen Regierungsfindungsprozess war es Anfang des Jahres zu Kürzungen und Auszahlungsverzögerungen gekommen. Und wer nicht weiß, ob und in welcher Höhe beantragte Subventionen auch gewährt werden, hält sich mit der Verplanung ebendieser imaginären Summen vorsichtigerweise zurück.

Dem neuen Kunststaatssekretärist es nur bedingt gelungen, diesesArbeitsvernichtungsprogramm


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