"Lechzt nach Evaluation"

Kulturpolitik. Das neue Kulturbudget ist fixiert, der Kunststaatssekretär zeigt sich mit dem "geringen" Ausmaß der Kürzungen zufrieden. Mit dem "Falter" sprach Franz Morak über sein neues Verhältnis zur FPÖ, über seinen Lieblingsbegriff "Evaluation" und darüber, wie Verlage, der Film und Freie Radios in Zukunft mit dem freien Markt zurechtkommen sollen.

Kultur | Carsten Fastner und Klaus Nüchtern | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Nach längerer Anlaufphase ist es dem Falter doch gelungen, einen Interviewtermin mit Kunststaatssekretär Franz Morak zu bekommen. Nach vier Monaten Regierungsarbeit zeigt sich das frisch gebackene Regierungsmitglied mit den ersten Ergebnissen - etwa in der Frage der Besteuerung von Künstlern oder in Sachen Buchpreisbindung - zufrieden.

Und dass er die Dynamik zwischen Kunst und Kulturindustrie etwas anders beurteilt als seine sozialdemokratischen Vorgänger, auch das wird im Gespräch deutlich.

Falter: Wann wurden Sie eigentlich gefragt, ob Sie das Staatssekretariat übernehmen wollen?

Morak: Um halb zwei in der Nacht hat Wolfgang Schüssel angerufen und mich gefragt. Nach einem viertelstündigen Gespräch habe ich ihm zugesagt.

Haben Sie irgendwelche Bedingungen gestellt?

Nein. Es ging darum, was die Aufgaben eines Staatssekretärs im BKA sind und wie das Backing des Bundeskanzlers aussieht.

EU und Sport blieb Ihnen erspart?

Das war ja unleistbar. Kein Mensch der Welt kann Sport, Kultur, EU


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