Streifenweise

Kultur | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Brasilien wird heuer 500 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums ist dem neuen brasilianischen Kino bei den diesjährigen Lateinamerikanischen Filmtagen ein kleiner Schwerpunkt mit Österreichpremieren von Murilo Salles, Carla Camurati, Lirio Ferreira und Paulo Caldas gewidmet: rezente Arbeiten, mit denen sich die Kinematographie des Landes von der 1990 erfolgten Liquidierung des nationalen Filminstituts allmählich wieder zu erholen scheint. Höhepunkt des Rahmenprogramms ist Marco Bechis' mehrfach ausgezeichnete, argentinisch-italienische Koproduktion "Garage Olimpo", die in beklemmend eindringlichen Bildern "einen Fall" aus dem Argentinien der späten Siebzigerjahre schildert: Inhaftierung, Folterung und schließlich Ermordung einer jungen Aktivistin der Oppositionsbewegung während der Militärdiktatur.

John Boorman, 67, geboren in London, hat seinen bekanntesten, vielleicht auch besten Film anno 1972 gedreht, und zwar für Hollywood. "Deliverance" (hierzulande mit dem eingängigeren

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