Pop in Pastell

Musik. Die überlebende Rumpfbesetzung von Duran Duran reitet auf der Achtziger-Revival-Welle in ihr drittes Jahrzehnt.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Nick Rhodes, der Keyboarder von Duran Duran, sitzt in einem nach dem Vorbild eines Jagdschlosses Heinrichs VIII. eingerichteten Hotelzimmer unter gefälschten Ölschinken an einem potemkinschen Kamin voll synthetischer Holzscheite, um die flackernde Gasflämmchen spielen. Zu seiner Linken erstreckt sich der breite Torso des Gitarristen Warren Cuccurullo. Der Kontrast zwischen Rhodes' femininem Blondschopf und den dicken Bodybuilderarmen, dem Ziegenbärtchen und der verkehrt herum getragenen Baseballkappe seines amerikanischen Bandkollegen könnte nicht größer sein. "Wir sind als Band jetzt schon zwanzig Jahre alt", sagt Cuccurullo mit selbstgefälligem Grinsen, so als wäre er immer schon mit von der Partie gewesen. Zugegeben, er spielt schon seit 1986 bei Duran Duran, aber damals - nach dem Abgang der ersten zwei Taylors (Roger und Andy, John ging später) - waren die goldenen Jahre der Band bereits vorüber. Weder Cuccurullos Aussehen noch seine authentische Rock-Lingo verträgt sich


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