Nüchtern betrachtet: Der Donauturm wird leider unterschätzt

Kultur | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Was den Donauturm besonders auszeichnet, ist ja seine Höhe. Architektonisch ziehen ihm viele Fachleute den Stephansdom, die Postsparkassa oder das Wittgensteinhaus vor. Darüber kann man diskutieren. Dass der Donauturm alle anderen Gebäude an Höhe übertrifft, ist aber völlig unumstritten. Diese Höhe ist es auch, die dazu führt, dass viele Menschen hinauffahren um runterzuschauen oder runterzuspringen. Erst vor kurzem stürzte sich jemand von der Plattform und schlug 160 Meter tiefer zwischen zwei kaffeetrinkenden Damen unschön auf. Sehr schön hingegen ist der Blick vom so klug zwischen Alter und Neuer Donau positionierten Donauturm. Dieser Blick sucht seinesgleichen und übertrifft sogar die Aussicht, die König Kralicek von seinem Bürosessel aus hat. Aufgrund seiner ungeheuren Höhe wurde der Donauturm aus dem überaus stabilen Baustoff Beton gefertigt, der leider, leider in den letzten Jahrzehnten immer wieder von gewissen, einem falschen Umweltgedanken verpflichteten Kreisen


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