Stadtrand: Lizenz zum Gastgeben

Stadtleben | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Haben wir in dieser Zeitung nicht vor einigen Wochen erst gesagt (und gezeigt), wie ein schöner Schanigarten auszusehen hat? Haben wir. Trotzdem wird weiter und munter drauflosimprovisiert. Sollen wir etwa noch eine Geschichte "Die schiachsten Schanigärten der Stadt" machen? Könnten wir. Denn Hoffen darf jeder, der weiß, wo's zum nächsten Baumarkt geht, jetzt Tische und Sessel auf die Straße stellen! Ist das mit der Lizenz zum Gastgeben wirklich so einfach?

Der wahrscheinlich hässlichste Schanigarten der Stadt befindet sich übrigens dort, wo man eigentlich eher keinen Schanigarten vermuten würde: vor dem Amadeus im Sechsten. Im Gegensatz zum ganz vernünftig designten Inneren hat man vor den Eingang ganz unvernünftig ein paar Gartentische und -sessel gestellt und sie mit einem ungefähr 30 Zentimeter hohen (!) Landhaus(!)-Zäunchen (!) umgeben. Davon abgesehen, dass für ein modernes Medienhaus eigentlich ein Schanigarten verzichtbar wäre, ist auch nicht ganz verständlich, wer für die Bewirtung zuständig ist. Nach Ladenschluss, wenn die Abendsonne schöner und der Verkehr weniger wird, ist hier jedenfalls nichts mehr zu bekommen. Und das, obwohl ab Juli sogar bis 24 Uhr geöffnet sein dürfte. Und das ist jetzt echt schiach! C.W.


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