Phönix aus der Asche

Stadtbild. Das 1921 erbaute Titania-Kino am Hernalser Gürtel war schon Revuetheater, jüdisches Bethaus, Fast-Supermarkt, Hundertwasser-Objekt und trashiges Teppichcenter. Nun wurde das Gebäude liebevoll saniert und wird ein Internetcafe samt Werbesupermarkt beherbergen.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Wer mit dem Auto oder der U6 regelmäßig dran vorbeifährt, hat die Veränderungen in den letzten Monaten miterleben können: Das ehemalige Tebocent ist neu! Jahrzehntelang lockten billige Bodenbeläge, aufblasbare Schlauchboote und Partyzelte voller Schnäppchen die Kundschaft in das heruntergekommene Gebäude am Hernalser Gürtel. Dann gabs plötzlich Totalabverkauf und schließlich verdeckte eine Plakatwand den hässlichen Schandfleck schräg vis-a-vis dem Szenelokal B72. Seit ein paar Tagen leuchtet das Haus mit seinen zwei Türmchen in kräftigem Gelb aus der Lücke zwischen zwei Zinshäusern hervor. Und passt gut zu den rundum erneuerten Stadtbahnbögen entlang des Gürtels.

Das Gebäude hat eine lange Geschichte hinter sich. Anfangs diente es als Revuetheater und Kino, dann als Versammlungsort, Lager und Teppichgeschäft. Jetzt wird es, frisch saniert und herausgeputzt, zum Werbesupermarkt und Internetcafe.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit der Kinoboom einsetzte und auch


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