Sideorders: Best of Zoller

Stadtleben | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Die Zollergasse fetzte schon irgendwie ein bisschen, als vom Siebensternplatz oder von einer wieder belebten Neubaugasse oder von einem Museumsquartier noch keine Rede war. Heute ist die Zollergasse gemeinsam mit der Kirchengasse und der Siebensterngasse ein Paradebeispiel von funktionierender Infrastruktur, kleiner Einheit und lebendigem Grätzl, was sich nicht zuletzt in einer äußerst lebendigen Lokalszene äußert.

Europa, 7., Zollerg. 8, Tel. 526 33 83, tägl. 9-5 Uhr.

Die Mutter aller Zollergassenlokale. In den Achtzigerjahren, als das Europa aufsperrte, fast noch erschreckend futuristisch und ungemütlich, mittlerweile haben wir uns nicht nur dran gewöhnt, finden es sogar heimelig. Im Winter kann mans drin kaum aushalten, jetzt, wo alles offen ist, passt es wunderbar. Frühstückspionier.

Cafe Nil, 7., Siebensterng. 39, Tel. 526 61 65, tägl. 10-24 Uhr.

An der Ecke Zollergasse/Siebensterngasse gelegen und ebenfalls schon ein Klassiker. Typisches Künstlercafe, breite Glasfronten, Frühstück und Huldigung der Nil-Zigarette, als sie in Österreich noch lange nicht in Sichtweite war. Erinnert sehr an Amsterdam.

Faktorei, 6., Nelkeng. 1, Tel. 585 64 52, Di-Fr 10-19.30, Sa 10-17 Uhr.

Zwar über der Mariahilferstraße, passt aber von Gestaltung, Publikum und Atmo bestens zur Zollergasse: herzerfrischend köstliche Brötchen, toller Käse, eigenimportierte Essige und Öle, diverse Pastagerichte.

Küche und Keller, 7., Zollerg. 14, Tel. 523 24 80, Mo-Sa 18-24 Uhr. Edelbeisl im Stil der frühen Achtziger, das sich sowohl kulinarisch als auch gestalterisch mit Vehemenz gegen die modernen Zeiten und deren Lockerheit sträubt. Wirkt tatsächlich ein wenig anachronistisch.


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