Tier der Woche: Drogennetze

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 24/00 vom 14.06.2000

Neulich schickte mich meine Freundin zum Spinnentöten aus", schreibt Herr H. Weil sie so schön war (die Spinne), dachte H. freundlicherweise auch an mich und warf das Tier in doppeltgebrannten Schnaps, um es in einem - sagen wir mal so - stilleren Zustand mir zuzusenden. Als die Spinne nach einigen Minuten schließlich bewegungslos im Alkohol schwamm, legte sie Herr H. in einer Zündholzschachtel trocken. Am nächsten Tag - Lazarus seis gepriesen - stand die Spinne zu seiner Überraschung wieder munter auf ihren acht Beinen. Solche Trinkfestigkeit beeindruckt. H. entließ das Tier ins Freie und rätselt nun darüber, wie es die "grauen Eminenzen" denn wohl mit dem Konsum von Giften hielten.

Diese Frage stellten sich zwei Wissenschaftler bereits 1948 und gaben einer Kreuzspinne mit Amphetamin versetztes Zuckerwasser, um den Einfluss des Aufputschmittels auf den Netzbau zu testen. Diese Versuche verfeinerten sie in den folgenden Jahren und probierten dabei verschiedenste Rauschgifte wie


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