Die Sanktionsshow/Wie Polit-PR funktioniert: "Wiederholen, bis zum Erbrechen"

Politik | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Zwei Wochen nach der Imagetour von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner nach London, Paris und Madrid ist immer noch eine Diskussion um den Ausflug im Gange - nun allerdings unter den Beteiligten. Ferrero-Waldners Pressesprecher verweist neugierige Journalisten, die sich für die Finanzierung des Trips interessieren, direkt an die Industriellenvereinigung (IV). Die Industrie-Lobby will aber keinesfalls Hauptfinanzier der von der britischen Agentur Bell Pottinger choreographierten Reise sein. Sie steuere nur einen kleinen Teil der Kosten - kolportiert werden rund zwei Millionen Schilling - bei. Die eigentlichen Privatsponsoren können weder das Ministerbüro noch die IV beim Namen nennen. Unangenehm auch eine Meldung des profils: Bell Pottinger soll auch bereits für den chilenischen Diktator Augusto Pinochet gearbeitet haben.

Eine PR-Tour, die für lästiges Gerede sorgt - kein wirklich gelungener Coup. Eine Goldene Regel für jedes Krisenmanagement lautet nämlich, wie der amerikanische


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