"Das war nicht abzusehen"/Peter Marboe: "Ich bin die falsche Adresse!"

Spezial | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Kulturstadtrat Peter Marboe hat es zurzeit nicht leicht. Die FPÖ tobt und hat einen Misstrauensantrag angekündigt, Hans "Cato" Dichand wird nicht nur selbst ausfällig, sondern hat auch seinen Hauslyriker von der Leine gelassen, und der anderen Seite ist Marboe zu unentschlossen. Nur Günther Nenning weiß ihn in der Kronen Zeitung als "großen "Dialektiker" zu schätzen.

Falter: Herr Stadtrat, Sie können es momentan auch niemandem wirklich recht machen.

Peter Marboe: Das ist auch nicht notwendig, und Prinzipien werden ja nicht im Alltagsbetrieb, sondern erst dann auf den Prüfstand gestellt, wenns brodelt. Für die Schlingensief-Aktion ist ausschließlich die künstlerische Leitung der Wiener Festwochen zuständig. Jeder Appell an mich, zu intervenieren, ist ein Appell, die Autonomie des künstlerischen Managements abzuschaffen. Ich bin die falsche Adresse! Außerdem gibt es die Freiheit nicht ohne Risiko, und daher gibt es auch die Freiheit der Kunst nicht ohne Risiko.

Abgesehen von der


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