Viel Spaß mit Ägypten

EXPO 2000. Die Welt ist der Weltausstellung weitgehend abhanden gekommen. Die Pavillons der reichen Industriestaaten und Konzerne dienen vor allem als Betätigungsfeld so genannter "Szenografen": Mit größtmöglichem multimedialem Aufwand wird ein inhaltliches Nichts inszeniert.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

PPrinz August von Hannover war noch vor dem großen Österreicher(sams)tag umgekippt. Bereits am Donnerstag besuchten sein Schwiegervater Prinz Rainier III. und Familie den Monaco-Pavillon, ein mit Stoff überzogenes Stahlgerüst, vor dem riesige Jachten in künstlich angelegten Teichen vor Anker liegen. Es nieselte, als die Hostessen zum Spalierstehen antraten. Schwiegersohn August hatte zuvor, so konnte man am nächsten Tag der Bild Zeitung entnehmen, kurz mal gegen den türkischen Pavillon gepinkelt. Als er, der unlängst einen Paparazzo mit einem Regenschirm verprügelt hat und seitdem den Spitznamen "Haugust" trägt, dann zum Monaco-Haus kam, rief ihm ein ungezogener Untertan zu: "August, wo ist der Schirm?" Der Prinz blieb allem Anschein nach gelassen. Beim Abendessen dann knickte er allerdings zusammen und musste ins Spital geflogen werden. Repräsentieren bedeutet langes Warten, und Warten ist anstrengend. Sehr sogar.

Insgesamt 40 Millionen Menschen müssen die Expo besuchen, soll


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