Die Totsparer vom BKA

Filmpolitik. Franz Morak ist nach der Kürzung des Filmproduktionsetats offenbar bestrebt, jetzt auch den seit Jahren erfolgreich tätigen filmvermittelnden Institutionen den Garaus zu machen.

Kultur | Christian Cargnelli | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Wenn man uns nicht will, dann soll man es offen sagen, statt uns monatelang am Schmäh zu halten und uns dann im allerletzten Moment mit einer Totsparzusage zu konfrontieren." Barbara Reumüller weiß, wovon sie spricht. Alle zwei Jahre veranstaltet ihre Filminitiative DV8 im Herbst das bei Publikum (Auslastung: 89 Prozent) und Kritik äußerst erfolgreiche Queer Film Festival "Identities" im Wiener Filmcasino. Heuer wird es allerdings ausfallen. Seit September 1999 lag der Subventionsantrag für das Jahr 2000 in der Filmabteilung des Bundeskanzleramts, erst diesen Mai wurde er beantwortet - zu einer Zeit, da die Planung für das mit internationalen Filmen bestückte Festival längst abgeschlossen sein muss. Besonderer Clou: Zugesagt wurden bloß 110.000 Schilling, eine Kürzung von 15 Prozent gegenüber 1998. So blieb, wollte Reumüller sich nicht der fahrlässigen Krida schuldig machen, die Absage als einziger Ausweg.

Sich totstellen, monatelang "evaluieren", mittel-, ja sogar kurzfristige


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