Ich glaub, ich wichs im Wald

Film. Mit "crazy", gedreht nach Benjamin Leberts gleichnamigem Erfolgsroman, ist Regisseur Hans-Christian Schmid ein herausragender Film nicht nur des deutschen Kinos geglückt.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Je m'appelle Benjamin, und ich bin ein Krüppel", das Sprücherl hat Benny schon des Öfteren aufgesagt. Wieder einmal steht der 16-Jährige, der bereits fünf verschiedene Schulen hinter sich hat, vor einer neuen Klasse und wird von den Anwesenden mit freundlichem Desinteresse gemustert.

"crazy", der Film von Hans-Christian Schmid, basiert auf "crazy", dem autobiografisch inspirierten Roman des halbseitig gelähmten, heute 18-jährigen Benjamin Lebert. Schauplatz des Buchs wie auch des Films ist ein nobles Internat unweit von Rosenheim, die sechste Klasse Gymnasium nicht nur das letzte Schuljahr des Helden, sondern auch des Autors.

Kein leichtes Leben. Benny verschaut sich in Malen, das hübscheste Mädchen, auf das auch sein Zimmerkollege, der rotzfreche Janosch, spitzt. Kugli, der genauso aussieht, wie er heißt, ist zwar der beste Wuzler, aber dennoch eine herbe Enttäuschung für seinen Vater, dem ein ganzer Fußballklub gehört. Der dünne Felix hofft auf seinen Durchbruch als Rockmusiker.


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