Zentrale Zwischenzone

Musik. Seit zehn Jahren helfen die Grabenfesttage über die Anfänge des musikalischen Sommerlochs hinweg. Der "Falter" sprach mit Werner Korn, dem neuen Kurator des Festivals.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Ende Juni, Anfang Juli: tote Zeit im Musikbetrieb. Die Konzerthäuser haben schon zugesperrt, die großen Festivals noch nicht eröffnet, und wer unbedingt live Musik hören möchte, ist beinahe ausschließlich auf die Angebote Perücken tragender Touristenkeiler angewiesen. Beinahe. Denn seit zehn Jahren finden immer zu dieser Zeit die Grabenfesttage (GFT) statt: drei Tage lang neue Musik zwischen Komposition und Improvisation, im Zentrum Wiens zwar, aber weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit.

Das Festival entstand 1991 als Kultursponsoring-Projekt der Österreichischen Beamtenversicherung (ÖBV) im Innenhof des firmeneigenen Grabenhofs. Wesentlich geprägt wurde es von Renald Deppe, Saxophonist, Komponist und - gemeinsam mit Angelika Hagen - Festival-Kurator der ersten Jahre: Thematisch eng am jeweiligen Motto entlang programmiert, ergänzten Deppe und Hagen die GFT durch Diskussionsrunden und Vorträge; 1992 etwa wurde hier zum ersten Mal in Österreich das Thema "Entartete


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige