Das große Rösten

Grillsaison. Bis zu 10.000 Wiener besuchen an schönen Wochenendtagen die öffentlichen Grillplätze der Stadt: Für viele die einzige Möglichkeit, ihre Freizeit mit der Familie im Grünen zu verbringen. Die Gegner des öffentlichen Grillens ärgern sich. Über den Massenansturm, den Grillrauch und die vielen Ausländer.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Halis Uzman hat eine neue Freizeitbeschäftigung. Eine mit großer Verantwortung. Der Installateur aus Hernals ist Grillplatzmeister. Im Auftrag der Stadt. "Eine Ehre - und Spaß macht es auch", meint er und präsentiert stolz sein nagelneues T-Shirt mit dem roten "Grillplatzmeister"-Schriftzug auf der Brust. Sein Cousin Ertugrul trägt das gleiche T-Shirt. Der Mechaniker ist der zweite Ordnungshüter des neuen städtischen Grillplatzes am linken Donaukanalufer in Simmering. Die beiden sollen hier abwechselnd für Sauberkeit, Ruhe und Sicherheit sorgen. An Wochenenden und Feiertagen, wenn die öffentlichen Grillplätze gestürmt werden. Und während die Uzmans den Platz beaufsichtigen, grillt der Rest der Familie.

Bruno Domany beobachtet seine beiden Grillmeister zufrieden. Die Idee, den Grillplatz am Donaukanal von zwei engagierten türkischen Grillern selbst verwalten zu lassen, ist neu und stammt von ihm. Denn Domany ist nicht nur leitender Beamter bei der MA 22 (Umweltschutz), sondern


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