Sideorders: Vergraben

Stadtleben | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

Ist es zu viel verlangt, am Graben zeitgemäße Gastronomie zu fairen Preisen und angenehmes Ambiente zu erwarten? Offensichtlich, denn hier geht alles, man braucht nur ein paar Sesseln rauszustellen, irgendwelche Touristen werden schon kleben bleiben. Das ist in anderen Städten zwar nicht viel anders, deshalb aber noch lange nicht okay.

Aioli, 1., Stephanspl. 12, Haas-Haus 3. Stock, Tel. 532 03 73, tägl. 10-1 Uhr.

Hat seit heuer auch einen Garten am Graben/Stock-im-Eisen-Platz, in dem aber nur Getränke serviert werden, was die Sache gleich ein bisschen uninteressant macht.

Chattanooga, 1., Graben 29a, Tel. 533 50 00, tägl. 7-2 Uhr.

Sehenswerter Keller mit drehbarem Clubraum, so anachronistisch, dass es weh tut. Auch der Garten: Plastiksessel, braune Gummitischtücher, Spareribs, Schnitzel und sonst noch einiges, wo man Fritten dazu tun kann.

Panino, 1., Trattnerhof 2, Tel. 533 99 07, Mo-Sa 11-24 Uhr.

Kleine Brötchen-Bar im Segafredo-Design und mit Segafredo-Kaffee. Leidet momentan beträchtlich unter Baugerüst.

Segafredo, 1., Graben 29, Tel. 533 50 25, Mo-Do 8-24, Fr, Sa 8-1, So 9-24 Uhr.

Auf das Vierfache ihres ursprünglichen Volumens angewachsene Lieblings-Espressobar der Versicherungsvertreter und Pseudo-Italiener. Eine strenge Domina in Generalsuniform hat die Oberaufsicht, weder Spuntini noch Kaffeequalität können der Grund für den Erfolg des Lokals sein.

Lehmann, 1., Graben 12, Tel. 512 18 15, Mo-Sa 8-19 Uhr.

Kitsch pur, gute Konditorei mit schlechter Beleuchtung, die beweist, dass auch Illy-Kaffee schlecht gemacht werden kann. Es servieren dünne Frauen mit traurigen Gesichtern.


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