Phettbergs Predigtdienst: Fronleichnam

Stadtleben | aus FALTER 25/00 vom 21.06.2000

"É Unter beiderlei Gestalten hohe Dinge sind enthalten, in den Zeichen tief verhüllt.

Blut ist Trank, und Fleisch ist Speise, doch der Herr bleibt gleicherweise ungeteilt in beider Bild.

Wer ihm nahet voll Verlangen, darf ihn unversehrt empfangen, ungemindert, wunderbar.

Einer kommt, und tausend kommen, doch so viele ihm genommen, er bleibt immer, der er war É" Aus der Fronleichnams-Sequenz In der chemischen Kiste da oben konstellierte sich dieser Tage etwas, das mir sogar irgendwie plausibel erscheint, aber wahrscheinlich auch nur, weil es mir die Kiste nahe legte, und "ich" hier ja nur referiere, insoferne dieser Schreibvorgang hier als "ich" euphemisiert werden darf: Fronleichnam. Es geht nämlich nicht, die ganze Woche von niemandem angesehen zu werden. Also genauer: angesehen zu sein. Es treibt mich hinaus auf die belebten Plätze, testen, wie begehrt ich bin. Es dürfte ein Echomat in mir lauern, der mich hinaustreibt unter die Augen der Leute, und der Echomat hockt da


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige