Sogenannte Objektivität

Rundfunk. Bei den jüngsten ORF-Plänen der Regierung geht es offensichtlich nicht um die im Rundfunkgesetz gemeinte Objektivität, sondern um etwas anderes.

Vorwort | Peter A.Bruck | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Die Kuratoren Georg Pammer und Klaus Pekarek haben im obersten Kontrollgremium des ORF vor wenigen Tagen einen Antrag eingebracht, der zu Aufregung in der Medienpolitszene geführt hat. Per Beschluss der ÖVP und FPÖ zurechenbaren Kuratoriumsmehrheit haben Pammer und Pekarek nun vom Generalintendanten zu wissen begehrt, "inwieweit in der Sendeleiste ,Journal Panorama' im Hörfunkprogramm Ö1 die objektive Auswahl und die Berücksichtigung einer breiten Meinungsvielfalt hinsichtlich Themenauswahl, Gesprächspartner und Wertungen der Sendungsgestalter (...) im ersten Halbjahr 2000 realisiert werden konnten". Das alles wollen sie unabhängig untersucht haben, und bis zur nächsten Sitzung des Kuratoriums soll der Generalintendant Ergebnisse vorlegen und auch Auskunft darüber geben, "inwieweit Verbesserungspotenziale erkennbar sind".

Die Redakteurssprecher kritisieren die Überprüfung als "klaren Einschüchterungsversuch", der als ein "in der Rundfunkgeschichte beispielloser Vorgang" entschieden


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