"Ich hatte eben Glück"

Verlagsjubiläum. Am 1. Juli wird der Suhrkamp Verlag 50 Jahre alt. 41 davon hat ihn Siegfried Unseld geleitet. Mit dem "Falter" sprach der Verleger über sein Verhältnis zu Geist und Geld, seine Nähe zu Hermann Hesse, seine Schwimmleidenschaft und die Zukunft des Verlags.

Kultur | Marianne Scheuerl | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Kurz vor seinem Tod gab Verlagsgründer Peter Suhrkamp (1891-1959) seinem designierten Nachfolger den Rat, den Verlag so zu führen, "wie Sie es für richtig halten". Der 1924 in Ulm geborene Siegfried Unseld hat sich daran gehalten. In der Folge hat sich Suhrkamp zu einem Verlag entwickelt, der in seiner Verschränkung von Anspruch und Popularität wohl einzigartig dasteht. Bertolt Brecht und Hermann Hesse, die beiden Säulen des Verlags, wurden beide in 54 Sprachen übersetzt. Bestverkauftes Buch von insgesamt 6554 lieferbaren Titel ist dennoch Max Frischs "Homo faber" (über 3,5 Millionen Mal).

Unter den Autoren des Verlags finden sich zehn Nobelpreis- und 21 Büchner-Preisträger (Volker Braun wird ihn im Herbst in Empfang nehmen). Mit 65 Gesamt- bzw. Werkausgaben beweist Suhrkamp einen "Komplettismus", der in der Verlagslandschaft seinesgleichen sucht, und mit Reihen wie der edition suhrkamp (es) oder dem suhrkamp taschenbuch wissenschaft (stw) hat der Verlag im deutschsprachigen Raum


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