"Ich hatte eben Glück"/50 Jahre Suhrkamp: "Die alten Hits, die Golden Oldies"

"Man kann nur jammern, dass Siegfried Unseld nicht Mick Jagger ist. Aber vielleicht ist er ja Paul McCartney" Michael Rutschky

Kultur | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Die viel zitierte Suhrkampkultur - was macht sie aus? Und: Gibt es sie überhaupt noch? Der Falter befragte Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Generationen mit unterschiedlich hoher Bindung an den Suhrkamp Verlag. Die Antworten fielen entsprechend aus - unterschiedlich eben.

Elfriede Jelinek Man spürt das natürlich sofort, wenn einer der großen Verlegerpatriarchen noch selbst hinter einem Projekt steht, und Unseld ist der Letzte von ihnen. Ich habe ja noch mit Ledig damals bei Rowohlt begonnen, und das war damals auch ein ganz andrer Verlag als heute der Konzern Holzbrinck. Natürlich haben Patriarchen auch Nachteile, aber bei Suhrkamp hat man halt immer dieses Kraftwerk dahinter gespürt. Man würde es ja nicht glauben, dass es noch Verleger gibt, die Gedichte auswendig können, obwohl das natürlich kein Beweis für gar nichts ist. Unseld ist ein unglaublich gebildeter Mann, und ich glaube, er hat meine ganze Generation mit gebildet, vor allem durch die von dem genialen Kurt

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige