White Magic Woman

Musik. Mit Patricia Barber kommt eine kaum bekannte, aber umso bemerkenswertere Stimme des zeitgenössischen Jazz nach Wien.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Will the New York Times say I'm too white or too black? Shall I complicate the rhythm? Shall I give my money back?", fragt sich Patricia Barber in ihrem Lied "If This Isn't Jazz". Der Text versteht sich auch als Abrechnung mit den US-amerikanischen Musikjournalisten, die Barber lange Zeit nicht wirklich als Jazz-Musikerin wahr- und ernst genommen haben: Die Frau ist nämlich weiß, lebt in einer besseren Gegend in Chicago und covert gerne Pop-, Rock- oder Blues-Klassiker - da können sich manche Kritiker schon schwer tun. Und das, obwohl die komponierende Pianistin und Sängerin eine der intelligentesten und eigenwilligsten Stimmen des zeitgenössischen Jazz ist.

Die Tochter des Glen-Miller-Saxophonisten Floyd Barber studierte zunächst klassische Musik, Psychologie und Jazz-Pädagogik, ehe sie 1984 begann, als professionelle Musikerin zu arbeiten. Als solche ließ sie sich lange Zeit, um zum eigenen Stil zu finden. Doch die beharrliche Arbeit am individuellen Ausdruck hat sich gelohnt,


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