Kühles schwarzes Feuer

Musik. Mehrere Neuveröffentlichungen und ein Liveauftritt in Wien ermöglichen eine Begegnung mit dem Pianisten Andrew Hill, einem Pionier des zeitgenössischen Jazz.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Blue Note war in den Sechzigerjahren so etwas wie die edition suhrkamp des Jazz: ein Label, dessen Ästhetik sich nicht nur in der Auswahl der Musik, sondern auch im Design der legendären Cover von Reid Miles und Francis Wolff manifestierte. Einer der jungen, unbekannten und spannenden Musiker, die von Blue Note entdeckt und betreut wurden, war der schwarze Pianist Andrew Hill, der im Alter von 27 sein Debüt, "Black Fire", herausbrachte. Damals, 1963, hatte Hill bereits 14 Jahre Jazzerfahrung hinter sich, hatte unter anderem Dinah Washington, Johnny Griffin, Raahsan Roland Kirk und auch Miles Davis begleitet, der Hill Mitte der Fünfziger zu engagieren pflegte, wenn er nach Chicago kam. Hill lebte dort seit seinem vierten Lebensjahr. Dass er 1936 in Port au Prince auf Haiti geboren wurde, ist - wie man der jüngsten Ausgabe von Jazz thing entnehmen kann - eine "unverwüstliche Legende", die freilich auch von der Zeitschrift nicht berichtigt wird.

Für den Blue-Note-Produzenten und -Gründer


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