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Kunst. Die von Kasper König und Martin Fritz kuratierte Schau mit aktuellen Arbeiten von Studierenden an der Akademie der bildenden Künste sorgt für Diskussionen unter den Betroffenen.

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Eine rasante Kamerafahrt durch die Meisterklassen der Akademie der bildenden Künste: Kunstobjekte werden kurz herangezoomt und geraten sofort wieder aus dem Blickfeld. "Wo sind die Arbeiten?", fragt der Zwischentitel. Das Video, das im Stiegenhaus des Semper-Depots läuft, ist nicht Teil der aktuellen Jahresausstellung 99/00. Es reagiert auf das Selektionsverfahren der prominenten Kuratoren Kasper König und Martin Fritz, in dem die Routiniers in zweieinhalb Tagen gleichsam im Vorbeilaufen eine Auswahl aus über 200 Studentenarbeiten trafen. "Jeder Student hatte fünf Minuten Zeit", so das Kuratorenduo. Der egalitär verteilte Zeitaufwand war den Studenten offensichtlich zu gering - viele von ihnen kamen gar nicht zu Wort. Als sich beim Besuch in der Meisterklasse Renee Greens die Studenten gar mit kritischen Fragen an Kasper König (u.a. Rektor der Städelschule Frankfurt) wandten, verließ dieser mit den Worten "Ich halte ihre Fragen für absurd" den Raum.

Seit drei Jahren lädt die Akademie


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