Fliegende Bauten

Eventkultur. Immer mehr Veranstaltungen unter freiem Himmel erfordern immer mehr Bühnen. Der Auf- und Abbau der temporären Konstruktionen ist ein Mörderjob und geschieht - time is money meist unter großem Zeitdruck.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Am letzten Tag herrscht hier große Nervosität", sagt Peter Sam und blickt gelassen auf sein Werk, die große Festbühne fürs Donauinselfest. Seit fast 14 Jahren baut Peter Sam Bühnen und ist damit ein alter Hase in Sachen Stagepower. Mit Nervosität meint er dann auch weniger sich und sein Team, das gerade damit beschäftigt ist, bei 40 Grad Hitze schwarze Netze festzuzurren, sondern seine Auftraggeber. Die überkommt regelmäßig Unruhe, wenn sie der Meinung sind, dass beim Aufbau nichts vorangeht. "Aber es wurde noch nie ein Konzert abgesagt, weil die Bühne nicht fertig war."

Früher gabs eine Tribüne zum 1. Mai, und wenn der Papst zu Besuch kam, wurde eine Kirche unter freiem Himmel errichtet. Mehr nicht. Doch in einer Zeit, in der Events und Spektakel ein wichtiger Freizeitaspekt sind, boomt das Geschäft mit dem Auf- und Abbau von Bühnen, Licht- und Tonanlagen. Immer mehr Veranstaltungen - vom Open-Air-Festival über Freiluftkino bis hin zum Beachvolleyball-Court - benötigen


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