Roßau, süßsauer

Neues Lokal. Mit der Zeit wird alles gut, heißt es. Wetter und Publikumsfrequenz geben den Summer Stage-Machern diesbezüglich Recht.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Früher, als es im Sommer noch ab und zu regnete, da kämpfte die "Summer Stage" um jeden Gast: Man dachte sich das etwas gewitztere Fress-Konzept aus, man ließ Designer an die Konstruktion der Buden, man setzte auf Jazz und gutes Feeling. Die Summer Stage war auch nie besonders überfüllt, die Verbündeten wusste man im Augarten, man fühlte sich den Freiluft-Herden am Rathausplatz und auf der Donauinsel irgendwie überlegen.

Die heuer durch Regentage verursachten Verluste beliefen sich bis jetzt wahrscheinlich auf null Schilling, die nun schon seit einigen Jahren existierende Doppel-Pritsche am Donaukanal hat ihren Weg ins Bewusstsein der Open-Air-Gemeinde gefunden, selbst wochentags ist ohne Bestellung nichts mehr möglich. Mit der Wende zum kommerziellen Erfolg hat sich auch das Publikum geändert, Hits der Venga-Boys werden gesummt, Muskel und Fönfrisur gezeigt. Okay, das ist jetzt vielleicht arrogant und ungerecht, weil ein womöglich singuläres Ereignis.

Das heurige Programm der


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