Juchhe! Wir lösen uns auf!

Shopping. "Geschäftsauflösung" wird in drei Monaten aufgelöst, ratzeputz ausgeräumt. Es gilt bei den fröhlichsten Trauerfeierlichkeiten ever dabei zu sein.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Wenn in einem Geschäftslokal eine Frau in die Federn eines ausgestopften Kormorans bläst und das Federvieh gehörig Staub aufwirbelt, wenn eine Verkäuferin des Geschäfts der Kaffeetassenuntertassen sammelnden Kundschaft zur Bedingung macht, dass sie die ausgewählten Untertassen nur kaufen dürfe, wenn sie freiwillig noch zwei weitere mitnehme: Dann hat man den merkantilen Alltag, das langweilige alte Spiel von Angebot und Nachfrage hinter sich gelassen. Dann befindet man sich im kleinen Geschäft "Geschäftsauflösung" in der Neubaugasse. In einem Geschäft, wo eigene Regeln gelten.

Christof Stein, 35, hat gemeinsam mit seinen Kompagnons von Lichterloh, einem Möbel- und Designshop mit schönen Dingen aus den Fünfziger-, Sechziger und Siebzigerjahren, die Idee gehabt, für drei Monate ein Geschäftslokal aufzumachen, wo es alles, wirklich alles gibt. Bereits letztes Jahr diente eine aufgelassene Lokalität in der Herrengasse als Verkaufslokal, Mitte September wird die diesjährige


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