Zwischen den Tönen

Jugendkultur. Am Samstag findet die erste Wiener Love Parade statt. Zu den Beats gibts auch politische Inhalte - ob allerdings alle erwarteten 300.000 Teilnehmer davon etwas mitbekommen, ist fraglich.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Friede, Freude, Eierkuchen." Unter diesem Motto wurde 1991 in Berlin erstmals ein Techno-Straßenfest veranstaltet, dass sich innerhalb von zehn Jahren zum Markenartikel und Bestseller entwickelt hat: die Love Parade. Und weil die Teilnehmerzahlen, Müllberge und Beats per Minute offensichtlich nicht mehr zu toppen waren, eröffnet das Berliner Partyunternehmen heuer erstmals Filialen in Leeds, Buenos Aires, Tel Aviv und Wien: "one World - one Love Parade", lautet das 2000er-Motto des weltweiten Paradeunternehmens. Am Samstag (1. Juli) werden auf der Strecke Lasallestraße - Wagramer Straße 38 Trucks mehr stehen als fahren, DJs werden erwarteten 300.000 Besuchern den notwendigen Sound zum Lebensgefühl liefern.

Die Wiener Love Parade ist aber nicht nur Demonstration des eigenen Feiervermögens. Man versucht zwischen den Techno-Tönen Inhalte zum Ausdruck bringen, die über "Friede, Freude, Eierkuchen" hinausgehen. Die derzeitige politische Situation in Österreich veranlasste die Wiener


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