Phettbergs Predigtdienst: Durst und Verbrennen

... Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb ..." Hos 11, 1-9 (1. Lesung an Herz-Jesu eines Lesejahres B)

Stadtleben | aus FALTER 26/00 vom 28.06.2000

Ich hing an der Kette schon lange und musste gleichzeitig lulu, doch der Jüngling, der mich innehat, genießt die Spannung der Gemächlichkeit und lässt mich unruhig hängen. In welcher Tonlage spricht ein Maso zu seinem Sado? Hochdeutsch? Kindsdeutsch wie mit Haustieren und in Love-Affären? Vernünftig? Eindringlich traut? Ernsthaft? Der Sado ist einer aus der neuen, sensiblen Sadogeneration. Schmeichelweich, zum Sterben sinnlich, abgründig und wissend. Der mir selbstverständlich hilft und mich ablenkt : Er sodt mich hoch zur Panik: Viel verließ mich über die Poren. Und als es in der Panikpause sehr dringlich wird - und wir beide lachen müssen, denn wir erküren unsere Sadys nach unserem Gusto. Nur feinste Häuser fürs Schlachten! Er geht in die Küchte und poltert dramatisch in den Geschirren, geht ins angrenzende Klo, schifft seinerseits zur Sicherheit einmal in Deutlichkeit, wäscht sich ausführlich die Hände, Klospülung und rinnendes Wasser tun das Ihre, es dauert und dauert,

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