Dolm der Woche: Christian Köck

Politik | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Christian Köckist ein waschechter Liberaler. Der Gesundheitsökonom lebt vor, was manche seiner Gesinnungsgenossen predigen: Der moderne Arbeitsmensch hat flexibel zu sein, traditionelle Erwerbsbiografien sind out. Wer glaubt, sein Leben lang denselben Bürosessel anwärmen zu können, wird sehen, wo er bleibt. Köck jedenfalls hat keine Probleme mit wundgesessenem Sitzfleisch. Nach vier Monaten Amtszeit warf er als Parteichef des LIF bereits wieder das Handtuch. Der Teilzeitpolitiker war draufgekommen, dass sich eine ums Überleben kämpfende Partei doch nicht mit 16 Stunden wöchentlichem Arbeitsaufwand retten lässt. Hätte ihm das nicht schon einfallen können, als er sich wählen ließ? "Es war mir schon klar, dass das eine suboptimale Lösung ist", sagt Köck im profil. Aber was solls, es war halt "ein Experiment". Eines, das das LIF wieder ein Stückchen näher an den Abgrund drängt.


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