"Ich lächle immer noch"

Sanktionen. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner über die drei Weisen und die Volksbefragung, Margaret Thatcher und Muammar al-Gaddafi, warum sie fast jedem die Hand schüttelt und seit wann sie gerne lächelt.

Politik | Armin Thurnher und Nina Weissensteiner | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Die Außenministerin kann im Ton durchaus hart werden. Benita Ferrero-Waldner gilt innerhalb der Regierung zwar als strikte Gegnerin der ins Haus stehenden Volksbefragung über die EU-Sanktionen und soll sich im Ministerrat schon mehrmals deutlich gegen eine solche ausgesprochen haben, im Falter-Interview bleibt die ehemalige Salesmanagerin und gelernte Diplomatin aber stets auf schwarz-blauem Kurs. Und scheint auch niemals müde zu werden, den Koalitionspartner FPÖ zu verteidigen. Immerhin: Mit der Einrichtung eines Tribunals zur Österreich-Beobachtung durch den Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs hat die Außenministerin vergangene Woche einen Teilerfolg verbuchen können. "Wenn wir jetzt den Ausstieg schaffen, rechne ich mir einen Anteil davon an", sagt Ferrero-Waldner.

Sie selbst, Bundespräsident Thomas Klestil und Wolfgang Schüssel hatten bereits im März eine solche "befristete Beobachtung" - wenn auch unter Aussetzung der Sanktionen - vorgeschlagen. Während der Kanzler


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