Wir knacken alles

Internet. Die Entertainment-Industrie hat im digitalen Zeitalter eines bewahrt: die Skepsis gegenüber dem Internet, wo aufgeklärte User, Piraten und neue Vertriebskanäle ihre Existenz bedrohen.

Medien | Hannes Stieger | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Der 1. November 1999 war ein schlechter Tag für Jack Valenti. Der 78-jährige wortgewaltige Boss der Motion Picture Association of America erfuhr kurz nach dem Aufstehen, dass das als sicher geltende Videomedium DVD geknackt wurde.

DVD (Digital Video Disc) ist ein zumindest äußerlich CD-ähnliches Format, auf dem aber statt Musik Filme gespeichert werden. Seit einigen Jahren auf dem Markt, hat sich DVD rasch zu einem immer wichtigeren Medium für Filme entwickelt, das in rund einem Jahrzehnt die herkömmliche Videokassette vollständig ersetzt haben wird. Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat vor einigen Jahren dem einheitlichen DVD-Videostandard nur deshalb zugestimmt, weil eine Verschlüsselung eingebaut wurde, die das Überspielen von DVDs verhindert. Schließlich sind auf der DVD hochqualitative Videobilder gespeichert, die dem Fernsehbild sehr nahe kommen. Nicht zu vergessen der digitale Sechskanalton, der kinoähnlichen Surroundsound aufbaut. An jenem 1. November


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