Geld statt Liebe

Love Parade. Ärger über Love-Parade-Veranstalter und deren Medienpartner"Krone".


Nina Horaczek
Medien | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Es sollte die ultimative Party werden. Organisator Gregor Huhovitz rief "alle Menschen guten Willens" auf, für den Weltfrieden den Prater entlangzutanzen. Diese konturlose Umarmung der Massen wurde von der Wiener Technoszene mit äußerst gemischten Gefühlen aufgenommen. Als dann noch die Medienkooperation mit der Kronen Zeitung auf den Love-Parade-Plakaten beworben wurde, war für einen Großteil der heimischen DJs klar: Diese Party ist nicht unsere Party. "Die Organisatoren der Love Parade wollten uns unbedingt dabeihaben und hätten auch alles gratis zur Verfügung gestellt", meint eine Vertreterin von "Volkstanz", dem Bündnis linker Musikschaffender, die seit Monaten gemeinsam gegen die blau-schwarze Regierung demonstrieren, "aber wie kann man eine Veranstaltung für Völkerverständigung machen und dann eine Zeitung als Partner haben, die Ausgrenzung und Diskriminierung betreibt?" Volkstanz war daher nicht auf der Parade anzutreffen, sondern betrieb parallel dazu seine eigene "Soundpolitisierung"

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