"Das ist ja wie im Leben"

Literatur. Der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb heißt jetzt Tage der deutschsprachigen Literatur, der Ingeborg-Bachmann-Preis bleibt bei seinem Namen. Gewonnen hat ihn Georg Klein, und das mit guten Gründen.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Das Leben und die Literatur sind ein fragwürdiges Gespann. Will die eine (Literatur) vom anderen (Leben) lassen, lässt man sie nicht. Wirft sie sich aber in seine Arme, steht einer auf und erklärt, dass es so ja wohl auch nicht gehe. So geschehen auf den 24. Tagen der deutschsprachigen Literatur, die - genau genommen - die ersten Tage der deutschsprachigen Literatur waren, weil sie in den 23 Jahren davor als Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für Aufmerksamkeit sorgten. Dann zogen die Bachmann-Erben den Titel zurück, worauf sich der Kärntner Landeshauptmann sehr zu Recht gemeint fühlte und trotzig den Preis des Landes Kärnten einstellte; mit der Begründung, dass sich die ganze Veranstaltung - bei deren Eröffnung er im Jahr davor noch wie bestellt und nicht abgeholt herumgestanden war - längst totgelaufen habe. Worauf nicht nur die Telekom Austria einsprang und den mit 120.000 Schilling dotierten Preis der Jury stiftete, sondern eine unabhängige Plattform kulturinteressierter Kärntnerinnen


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