"Das ist ja wie im Leben"/Sieger-Interview: Georg Klein: "It's a man's world"

Kultur | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Am Ende gabs dann doch einen Favoritensieg. Mit dem 1953 in Augsburg geborenen und heute in Ostfriesland lebenden Georg Klein, dessen Roman "Libidissi" (1998 bei Alexander Fest erschienen) für einiges Aufsehen sorgte, gewann der bekannteste unter den Teilnehmern der "Tage der deutschsprachigen Literatur" den mit 250.000 Schilling dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Es ginge darum, "ein gutes, ein tragfähiges Geheimnis in einem Text zu installieren", verriet der Autor in einem TV-Porträt.

Das war ihm mit seinem "Auszug aus einem langen Prosatext", in dem der Protagonist auf der Suche nach dem Kontor der Firma Hitzik durch die seltsamen Gänge eines Hallenbades kriecht, um - bedrängt von einem Bademeister und "gerettet" von zwei Gebrauchttext-Archivaren - auf Hunderte Spielzeugautos zu stoßen und schließlich in den Mond zu sehen, ausgezeichnet gelungen.

Falter: Herr Klein, Sie sind der renommierteste Autor, der heuer in Klagenfurt angetreten ist, hatten also nicht nur etwas zu gewinnen.


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