Nüchtern betrachtet: Tres bon, Trezeguet!!!

Kultur | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Seitdem sich unsere Wege im Viertelfinale getrennt haben, heißt mich König Kralicek einen warmdoucher. Das ist an sich eine korrekte Feststellung, denn im Unterschied zum habituellen Kneippier Tex Rubinowitz bringe ich es nur in sehr erhitztem Zustand zuwege, mich unter die kalte Dusche zu stellen. Aber um die wahrheitsgetreue Wiedergabe meiner persönlichen Hygienegepflogenheiten geht es König Kralicek ja gar nicht! Vielmehr stellt seine Äußerung einen polemischen Seitenhieb gegen mich dar, der einerseits als "Waschlappen" (um in der Metaphorik zu verbleiben), andererseits als Franzosenfreund gebrandmarkt werden soll. Klar, dass ein eingefleischter Royalist die Werte der Französischen Revolution nicht so wirklich goutieren kann, aber das spielt eigentlich nur am Rande eine Rolle. Tatsache ist, dass ich mich während der soeben zu Ende gegangenen EM nach dem frühen, aber gerechten Ausscheiden der Engländer schnell auf die käseessenden Völkchen eingeschworen hatte, wohingegen König


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