Nur kein Disneyland

Prater. Hinter dem Riesenrad brechen neue Zeiten an: Die desolate Messe ist endlich verkauft, brachliegendes Messegelände soll jetzt zum modernen Erlebnisviertel umgestaltet werden. Und im Wurstelprater macht man sich Gedanken über die Zukunft. Kann man neben dem modernen Entertainment bestehen?

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Alfred Kern ist ein Mann, der Tradition schätzt. Einer, der noch ein Gefühl für anachronistischen Charme hat. "Ringelspielfahren macht den kleinen Kindern auch heute noch Spaß. Das kommt nicht aus der Mode", meint der Präsident der Wiener Praterunternehmer bei einem Rundgang durch sein Reich, den Wurstelprater. Aber der Zeitgeist geht auch an der traditionellen Amüsiermeile der Wiener nicht spurlos vorbei: Zwischen Dosenschießen, Ponyreiten oder Achterbahn finden sich auch modernere Attraktionen. "Diese Saison haben wir wieder 50 Millionen Schilling in neue Sachen investiert", betont Kern. "Der Prater muss schließlich auch mit der Zeit gehen." Deswegen kann man jetzt im Wurstelprater etwa Bungeejumpen. Von einem Kran aus. Um 300 Schilling pro Sprung.

Der Sprung mit dem Gummiseil ist aber nur ein harmloser Vorbote für die Veränderungen, die sich jetzt rund um den Wurstelprater anbahnen. Denn mit dem Kauf des Messegeländesdurch die Stadt Wien wird im Prater alles anders: 700 Millionen


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