Tier der Woche: Lufthoheit

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 27/00 vom 05.07.2000

Auf den heimischen Wiesen weiden nicht nur Kühe, sondern jetzt im Sommer auch zunehmend Menschen. Denn kaum hat sich der City-Slicker wenige Meter in die Natur hineingewagt, fällt ihm gleich der Spruch vom "Fressen oder gefressen werden" ein. Klarerweise entscheidet man sich für Ersteres. Also werden Rücksäcke aufgezippt und Picknickkörbe entlassen ihren kalorienreichen Inhalt. Aber auch andere Wiesenbewohner fordern Solidarabgaben von Liptauerbrot und Kartoffelsalat, was dann meist in unschönen Szenen mit viel Gefuchtle und Gekreische endet.

Die Dramatik lässt sich durch die Geschichte von der Wespe erhöhen, die verschluckt wird, einen in die Luftröhre sticht, diese zuschwillt und man daraufhin elendiglich erstickt. Es gilt wie immer: Don't panic! Der besonnene Naturfreund behilft sich in dieser Situation mit einer einfachen Tracheotomie, einem Luftröhrenschnitt, der am besten mit der kurzen Klinge des Schweizermessers drei Fingerbreit unterhalb des Adamsapfels durchgeführt


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