Kommentar: Buchpreisbindung: Was Libro wirklich will

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 28/00 vom 12.07.2000

Ich weiß, Sie können das Wort schon nicht mehr lesen: Buchpreisbindung. Doch die Sache ist in den vergangenen Tagen wieder einmal spannend geworden. Zumal unklar scheint, was hinter den neuesten Aktivitäten von Libro- AG-Geschäftsführer Andre Rettberg wirklich steckt.

Rekapitulieren wir kurz: Nach Beschwerde der Handelskette ist zwar mit 1. Juli die länderübergreifende Buchpreisbindung gefallen. An ihre Stelle traten zum Ärger von Libro jedoch nationale Preisbindungssysteme, die am Status quo nichts Wesentliches änderten. Konkret gesprochen: Der neue Donna-Leon-Krimi, der sich wieder einmal besser verkauft als liest, kostet beim Buchhändler Ihrer Wahl, in allen Libro- und Amadeus-Filialen und selbst bei Amazon nach wie vor gleich viel, nämlich exakt 291,- Schilling.

Seit dem 1. Juli gibt es allerdings eine kleine Lücke bei der Buchpreisregelung, die sich Libro prompt zunutze machte: Nämlich beim Verkauf von Büchern aus Österreich nach Deutschland. So bietet Lion.cc, die Internettocher


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