Die Zielgruppe tanzt

Kunst. Nach allen Regeln der Kunst werben das Museum moderner Kunst und die Kunsthalle Wien um die trägen Gegenwartskonsumenten.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 28/00 vom 12.07.2000

Bevor der Pavillon des Zwanzigerhauses am Südbahnhof demnächst einer Generalsanierung unterzogen wird, brummen die Klimaanlagen noch einmal im Dienste der Gegenwartskunst. Die Ausstellung "Zeitwenden" versammelt "80 hochkarätige künstlerische Positionen, die in einer internationalen Kooperation ausgewählt wurden". So umreißt Robert Reitbauer, der Marketingchef des Museums moderner Kunst - Sammlung Ludwig Wien (MMK-SLW), die unique selling propositions seines Produkts.

"Zeitwenden" hatte - in einer noch viel größeren Dimension - beim vormaligen MMK-SLW-Direktor Dieter Ronte, im Kunstmuseum Bonn Station gemacht. Auf besonderen ministeriellen Wunsch wurde die Schau nach Wien transferiert - angeblich zu einem Bruchteil der sieben Millionen Mark, die sie in Deutschland gekostet hatte. Statt der erwarteten 130.000 kamen dort nur 70.000 Besucher, und in den Fachmedien wurde die Ausstellung einhellig verrissen. Robert Reitbauer versucht nun, "die öffentliche Meinung in Wien umzudrehen und

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