Freunde allein zu Haus

Musik. Das junge Pariser Rockquartett Phoenix beweist durch sein Debüt "United", dass House nicht der einzige französische Musikexport ist - wenn auch mithilfe des französischen House-Zampanos Philippe Zdar.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 28/00 vom 12.07.2000

United" nennt die Pariser Band Phoenix ihre Debüt-CD programmatisch - und tatsächlich dürfte es sich dabei ausnahmsweise um keine hohle Rock-'n'-Roll-Floskel handeln: Thomas Mars, Christian Mazzalai, Deck D'Arcy und Laurent Brancowitz bewohnen in Paris gemeinsam eine Wohnung und teilen sich sogar die Plattensammlung. Weil sie Kinder der Achtziger sind, finden sich darin auch Michael Jackson oder AC/DC; heute liegen die Vorlieben bei House und HipHop; und Musik von Serge Gainsbourg darf in einem französischen Haushalt sowieso nicht fehlen. Dementsprechend erklärt Sänger Thomas Mars den musikalischen Zugang der Band aus der Fanposition: "Wir kennen uns gut in der Musikgeschichte aus und haben kein Problem damit, auch uncoole Sachen zu hören. Auch in schlechter Musik lässt sich Gutes finden. Aber natürlich wollen wir keinen Witz fabrizieren, sondern wirklich gute Musik."

Das gelingt Phoenix auch: "United" klingt an keiner Stelle nach einer eklektizistischen Fingerübung, eher schon


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