Wiehern und schnauben

Film. Eine Komödie wie ein Altherrenwitz: "The Bachelor" von Gary Sinyor, sehr frei nach Buster Keaton.

Kultur | Michael Loebenstein | aus FALTER 28/00 vom 12.07.2000

Jimmy Shannon ist ein Mustang. Nicht der beliebte Sportwagen, wohlgemerkt, sondern vielmehr dessen tierischer Taufpate: jenes amerikanische Pferdegeblüt, dessen Bild gerne bemüht wird, um von ungezähmter Männlichkeit zu sprechen. So beginnt "The Bachelor" mit schwebenden Kamerafahrten über eine Herde von Mustangs, während auf der Tonspur David Byrne "Don't Fence Me In" von Cole Porter singt.

Deutlich genug? Jimmy Shannon (Chris O'Donnell), serieller Monogamist und charmanter Schwerenöter, gerät in Bedrängnis, als sein Großvater ihm eine Erbschaft von 100 Millionen Dollar hinterlässt - allerdings nur unter der Bedingung, dass er binnen 24 Stunden heiratet. Denn Jimmys Angst vor längerfristiger Bindung hat ihn just am Vorabend seine Freundin Anne (Renee Zellweger) vergraulen lassen. Es gilt also, unter Zeitdruck eine Braut zu finden, was - nach einer Serie von Pannen, Missverständnissen und Verwechslungen - in der Verfolgung des Protagonisten durch ein Heer Tausender weiß gekleideter


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