Heroes der Woche: R. Lexer & Co.

Politik | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Drei - nicht die Weisen, aber anscheinend sind sie doch ein bisschen weiser als ihre Parteifreunde - ließen sich von ihrem KlubDompteur Andreas Khol nicht bändigen. Sie wollten den Plebiszit-Beschluss ihrer Partei nicht mittragen. Der Kärntner ÖVP-Nationalrat Reinhold Lexer stimmte im schwarzen Klub gegen die Sanktions-Volksbefragung, die Landeshauptmann Jörg Haider der ÖVP-Mannschaft eingebrockt hatte. Lexers Kolleginnen Gertrude Brinek und Karin Hackl enthielten sich immerhin der Stimme. Denn, so begründete Brinek ihr Ausscheren im Standard: "Die Reform und Weiterentwicklung der Europäischen Union ist wichtiger als Augenblickserfolge, die auf antirationaler Vernebelung und auf vormodernen politischen Reflexen beruhen." Das Fazit der VP-Dissidentin: "Wir brauchen mehr Rationalität in der Politik!" Ihr Wort in Wolfgang Schüssels Ohr.


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