Achtung, kein Krimi!

Literatur. Mit Kommissar Wallander ist Schluss. Und deswegen will der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell auch nur über seinen neuen Roman "Der Chronist der Winde" und seine neue Heimat Mocambique reden - und nicht mehr über seine erfolgreiche Krimiserie. Fast nicht mehr.

Kultur | Christoph Braendle | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Die Aussicht, mit Henning Mankell reden zu dürfen, hat mich begeistert, weil ich ein rückhaltloser Anhänger seiner Kriminalromane bin und den Kommissar Wallander für die interessanteste Figur des Genres halte. Die Vorgabe, Mankell nicht über Krimis und Wallander befragen zu dürfen, tat der Freude keinen Abbruch. "Natürlich stehe ich zu allen meinen Büchern, aber dieser Roman hat einen besonderen Platz in meinem Herzen", meint der Meister über sein jüngstes Buch "Der Chronist der Winde" - nur darüber und über sein Engagement in Mocambique will er reden. Nichts lieber als das: Ich habe diesen Staat, der bis vor kurzem als ärmstes Land der Welt galt und erst unlängst wieder schlimme Unwetter durchleiden muss-te, selbst mehrmals bereist und bin davon ebenso fasziniert wie Mankell.

Falter: Wie kommt ein Schwede nach Mocambique?

Henning Mankell: Ich wuchs in Nordschweden auf. Als Kind träumte ich oft davon, bis ans Ende der Welt zu reisen. Irgendwo musste es einen Punkt geben, der


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